Sicherheitsschuhe

Orthopädische Einlagen und Schuhzurichtung gemäß BGR 191 in Sicherheitsschuhen (seit 01.01.2007)

Es dürfen nur noch baumustergeprüfte Systeme eingesetzt werden!

Bei Sicherheitsschuhen handelt es sich um persönliche Schutzausrüstung. Schutzausrüstungen werden vom Gesetzgeber wie technische Geräte behandelt. Diese benlötigen grundsätzlich eine Baumusterprüfung. Die Berufsgenossenschaften achten (insbesondere bei Unfällen) peinlich genau auf die Einhaltung dieser Vorschrift.

Hier die Verlinkung zum entsprechenden Auszug.

Atlas Ergomed 360
Atlas Ergomed 600
Quelle: Steitz Secura

Bislang war es möglich, an konfektionierten Sicherheitsschuhen orthopädische Schuhzurichtungen (wie z.B. Schuherhöhungen) auszuführen, auch wenn dadurch die Baumusterprüfung der Schuhe erlosch. Über eine Erklärung des Arbeitgebers, dass er die Schuhe akzeptiert, war der Orthopädieschuhmacher rechtlich abgesichert und das Restrisiko der nicht baumustergeprüften Schuhe trug der Arbeitgeber. Die Berufsgenossenschaften haben diese Ausnahmeregelung bisher geduldet.

Diese Ausnahmeregelung wurde nun ersatzlos gestrichen!

Durch die seit Januar 2007 gültige BGR 191 dürfen nun nur noch Systeme eingesetzt werden, die von einer zertifizierten Stelle baumustergeprüft wurden.

Wir sind zertifiziert und dürfen diese Systeme nutzen, d.h. durch uns erhalten Sie einen baumustergeprüften Sicherheitsschuh nach DIN-EN 345-1 mit orthopädischer Zurichtung mit CE-Kennzeichnung und ohne Risiko einer Haftung im Falle eines Unfalles.

Wir bieten die Schuhe in verschiedenen Weiten an, so dass diese Ihrem individuellen Fußtyp und Ihrer Weite angepasst werden.

Die Veränderung der Schuhe werden, je nach Zuständigkeit, von verschiedenen Kostenträgern (z.B. Rentenversicherungsanstalt, Agentur für Arbeit, BG) bezahlt. Lediglich der Preis für ein Paar konfektionierte Sicherheitsschuhe muss vom Arbeitgeber übernommen werden.

Einlagen dürfen in Sicherheitsschuhen nur getragen werden, wenn diese vom Schuhhersteller freigegeben werden. Ansonsten besteht auch hier die Gefahr, dass der Schuh nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht, insbesondere die Antistatik ist mit Einlagen meistens nicht mehr gewährleistet.

Da für jeden Sicherheitsschuhhersteller unterschiedliche Einlagensysteme freigegeben sind, beraten wir Sie gerne vor Ort über die für Sie geeignete Einlage. Die orthopädische Veränderung eines Sicherheitsschuhes ist in der BGR 191 genauestens geregelt, damit das vorhandene Baumuster nicht zerstört wird.

Bei Fragen zur Abrechnung der orthopädischen Versorgung sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Mehr Information? Eine ausführliche Beschreibung erhalten Sie in der BGR 191 (PDF, extern).

Die Schuhe folgender Hersteller können wir für Sie orthopädisch verändern:

Ist mein Schuh geeignet für eine orthopädische Versorgung nach BGR 191?

Die Liste der veränderbaren Schuhe ändert sich laufend. Bringen Sie Ihre Schuhe beim Beratungstermin mit und wir finden für Sie heraus, ob er mit orthopädischer Veränderung baumustergeprüft ist.

Wenn kein handelsüblicher Sicherheitsschuh passt?

Wir fertigen auch orthopädische Sicherheitsschuhe in Maßanfertigung. 

Beispiele: extreme Überbreite, Peronaeuslähmung, Fußdeformitäten z.B. nach Unfällen

Quelle: Bauerfeind

Referenzen

Fa. Diehl Röthenbach
Seit 2009 versorgen wir die Problemfüße betroffener Mitarbeiter in Röthenbach mit orthopädischen Versorgungen in den Sicherheitsschuhen.

 

Fa. Eckart / Altana Velden
Seit 2011 bieten wir für Mitarbeiter mit Fußproblemen eine regelmässige Fußsprechstunde im Werk an.

 

 

 

Wir sind Fachleute für Ihr Wohlbefinden